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Geschichte, Kunstschätze und Naturerlebnis in Weißrussland

Studienreise

Reiseübersicht:

Weißrussland, Belarus, Weißruthenien, Weiße Rus, Westliche Rus - viele Namen für ein schönes Land. Es lohnt sich, dieses Land zu erkunden, das reich ist an Naturlandschaften, wie sie in Europa selten geworden sind: Unberührte Weiten, riesige Sumpfgebiete und undurchdringliche Wälder, gesprenkelt von kleinen und größeren Wasserflächen, durchzogen von unendlich vielen Wasseradern. Und auch kulturell gibt es einiges zu entdecken - man denke nur an Vitebsk, die so genannte Stadt Marc Chagalls, das Anfang des 20. Jh. zu den pulsierenden Orten Europas zählte. Belarus reiches kulturelles Erbe zeigt sich auch in einer interessanten Volkskultur, sowie bedeutenden Schlossanlagen und barocken Kirchen. Ein vom Tourismus noch nahezu unberührtes Land erwartet Sie auf dieser Reise.

Details:

Reisedatum: nach Ihrem Wunsch
Reisetage: 8 Reisetage
Reisepreis: auf Anfrage
Reiseziel: Minsk, Grodno, Baranowitschi
Reise-ID: AS 0028
Veranstalter: StudyTours

Reiseverlauf:

1. Tag: Anreise nach Minsk
Linienflug nach Minsk. Empfang am Flughafen und Transfer zum Hotel. Orientierende Stadtrundfahrt auf dem Weg zum Hotel. Übernachtung in Minsk

2. Tag: Minsk und Umgebung
Besichtigung der weißrussischen Hauptstadt. Minsk wurde im 2. Weltkrieg zu 95% zerstört. Deshalb erwartet Sie fast ausschließlich die Architektur im sowjetischen Stil. Sehenswert ist in Minsk vor allem die Altstadt, die ehemalige Oberstadt durch die Sie heute zum nach historischen Plänen wieder errichteten Altstädter Rathaus spazieren werden. Sie sehen die Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria, an die das ehemalige Jesuitenkloster grenzt. In den Gassen Traezkae-Vorstadt erkennt man noch ein wenig vom Flair der florierenden Stadt des 19.Jh. Ganz gegensätzlich ist das sowjetische Minsk der Nachkriegszeit. Sie sehen den Unabhängigkeitsboulevard und wandeln unter seinen Linden und Kastanienbäumen, auf dem Siegesplatz und dem ehemaligen Leninplatz, der heute Unabhängigkeitsplatz heißt und weitere imposante Bauwerke des sowjetischen Empire-Stils. Vom Restaurant Zum 7.Himmel im 6.Stock des Hotels Minsk, wird Ihnen nicht nur ein schöner Blick geboten, sondern auch ein leckeres Eis. Gelegenheit zum Erholen finden Sie in einer der vielen Parkanlagen und beim Spaziergang auf der Promenade entlang des Swislatsch-Flusses. Ca. 50 km fahren Sie zum Ethnographischen Freilichtmuseum in Dudutki und bekommen dort einen Einblick in das ehemalige ländliche Leben und die traditionelle Handwerkskunst von Weißrussland. Hausgemachte Spezialitäten kredenzt der Bäcker. Beim Hufschmied schauen Sie zu, wie die Pferde beschlagen wurden und beim Töpfer können Sie ein schönes Souvenir erwerben. Bestimmt wird auch ein guter Wodka angeboten. Dann geht es zurück nach Minsk.

3. Tag: Minsk - Mir - Nesvisch - Baranowitschi
Abreise und Fahrt zum Schloss Mir (UNESCO-Weltkulturerbe). Besichtigung des aus dem 16. Jh. stammenden Wehrschlosses mit gotischen, Renaissance- und Barockelementen. Auf dem jüdischen Friedhof erinnern uralte Grabsteine an eine fast untergegangene Welt, das jüdische Weißrussland. Weitefahrt nach Nesvisch, wo Sie das UNESCO geschützte Schloss der Fürsten Radziwill, das den immensen Reichtum darstellen sollte, besichtigen. Das Schloss von Nesvisch stammt aus der Zeit um 1500 und war bis 1939 im Besitz des berühmten Adelsge schlechtes, das sich hier eines der schönsten Schlösser des Landes erbaute, umgeben von einem romantischen Park. In der Zeit des Barocks galt das Schloss als eine der feudalsten Fürstenresidenzen Europas. Nach den Besichtigungen geht die Fahrt weiter nach Baranowitschi. Übernachtung in Baranowitschi.

4. Tag: Baranowitschi - Nowogrudok - Grodno
Heute geht es nach Norden Richtung Switjassee - einer der schönsten Seen Weissrusslands, wo Sie einen Stopp machen, bevor Sie Nowogrudok erreichen. Nowogrudok war erstmalig im Jahre 1044 urkundlich erwähnt. Als Residenz der Fürsten des Großfürstentums Litauen entwickelte es sich zu einem bedeutenden Handelsplatz und Handwerkerzentrum. Wahrzeichen der Stadt ist das alte Schloss, dass abschnittsweise vom 13. bis 16.Jh. erbaut wurde und von dem noch die Überreste zweier Türme gespensterhaft über der Stadt emporragen. Selbst die wenigen Überreste erwecken noch den Eindruck der Größe der Festung, die bis 1710, als sie von Schweden niedergebrannt wurde, der Verteidigung diente. Sehenswert sind hier auch noch zahlreiche Kirchen aus dem 17. und 18. Jh., eine Moschee, das Heimatkundemuseum und das Adam- Mickiewicz-Museumshaus. In der Nähe von Nowogrudok befinden sich der Ur- und Hegewald von Naliboki. Auf der Strecke nach Grodno besichtigen Sie die Mariä-Geburt-Kirche, eine Wehrkirche aus dem 16.Jh. Am Abend kommen Sie nach Grodno. Die Stadt liegt an der Memel, gehörte bis zum 2. Weltkrieg zu Polen und hatte eine mehrheitlich aus Juden und Polen bestehende polnischsprachige Bevölkerung. Durch Grenzverschiebungen fiel Grodno danach an die ehemalige Sowjetunion, und gehört heute zu Weißrussland. Übernachtung in Grodno

5. Tag: Historisches Grodno
Grodno ist eine der ältesten Städte Weißrusslands mit wunderschöner Architektur und reicher Geschichte. Sie schlendern durch die historische Altstadt, die vielleicht schon bald in die UNESCO Weltkulturerbe-Liste aufgenommen wird und besuchen, falls geöffnet, die römisch- katholische St. Franz Xaver Kathedrale, das St. Brigitte- und das St. Bernhard-Kloster sowie das Alte und das Neue Schloss von außen und, falls geöffnet, die Koloschskaja-Kirche aus dem 12. Jh. Interessant ist das Neue Schloss zu Grodno, das als eines der bedeutendsten Zeugnisse der sächsischen Architektur im alten Polen-Litauen gilt.

6. Tag: Grodno - Schirowitschi - Bialowiezer Nationalpark
Heute Vormittag geht es zunächst in das Dorf Synkowitschi, Besichtigung der Erzengel-Michael-Kirche, Anfang des 16.Jh. als Wehrkirche im gotischen Stil erbaut. Weiter in das nahe Dorf Schirowitschi, wo Sie das orthodoxe Mariä-Himmelfahrt-Mönchskloster mit einer wundertätigen Ikone besichtigen werden. Im Kloster wird ein Seminarist mehr über das kulturelle und religiöse Kaleidoskop Weißrusslands erzählen und auf Wunsch zum Mittagessen einladen. Am Nachmittag geht es weiter nach Kamenjuki, am Rande des Nationalparks Belavezhskaya Puschtscha gelegen. Das Restaurant im Nationalpark ist bekannt für seine Wildgerichte. Vielleicht möchten Sie einkehren bevor Sie in Kamenjuki übernachten werden.

7. Tag: Natur im Bialowiezer Nationalpark - Brest
Sie verbringen den heutigen Tag im Bialowiezer Nationalpark, der seit 1992 auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes steht und im Grenzgebiet zwischen Polen und Weißrussland liegt. In einer einzigartigen Waldfläche mit weiten Urwäldern befindet sich die Heimat der Wisente. Aber nicht nur diese werden Sie sehen, sondern auch Rotwild und vielleicht auch den scheuen Wolf. In offenen Gehegen kann man die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Im Naturkundemuseum wird Ihnen eine Übersicht über die vielfältige Flora und Fauna des Gebietes präsentiert. Am Nachmittag Fahrt nach Brest. Übernachtung in Brest

8. Tag: Brest - Minsk
Nach dem Frühstück besichtigen Sie Brest, die Stadt gilt als das westliche Fenster des Landes. Hier wurde 1596 die unierte Kirche gegründet und 1917 der Friede von Brest-Litovsk zwischen Lenin und dem Deutschen Reich geschlossen. Viele bedeutende Persönlichkeiten wie z.B. Menachem Begin, der Ministerpräsident und Außenminister Israels, wurden hier geboren. Im Museum der geretteten Kunstwerke werden ganz unterschiedliche Kunstgegenstände u.a. Gemälde und Ikonen aus dem 16. Jh. ausgestellt, die der weißrussische Zoll vor dem Schmuggel gerettet hat. Bevor Sie zur Grenze fahren, besuchen Sie die berühmte Festung von Brest, Hauptattraktion der Stadt, die 1941 stark beschädigt wurde und heute ein Museum beherbergt (Außenbesichtigung). Rückfahrt nach Minsk am Nachmittag. Ankunft spät am Abend. Übernachtung in Minsk  

9. Tag: Rückflug ab Minsk
Transfer zum Flughafen für den Rückflug nach Deutschland.


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