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6-tägige Standortreise Wilde Schönheit des Cilento

Wilde Schönheit des Cilento

6-tägige Standortreise

Reiseübersicht:

Eine Kampanien-Reise endet für viele Italienbesucher in Paestum - schade, denn sie wissen nicht, was ihnen weiter südlich entgeht! Die abwechslungsreiche Gebirgslandschaft des Cilento besitzt eine eigene wilde Schönheit, wie sie sich in dieser Unberührtheit kaum sonst in Italien erhalten konnte. Zwischen Paestum im Norden, Sapri im Süden und dem Diano-Tal im Osten erstreckt sich dieses reizvolle Gebiet mit rund 100 km Küste, Bergen und 200 kleinen, meist mittelalterlichen Dörfern. 1991 wurden Teile des Cilento zum Nationalpark und 1998 zum UNESCO Welterbe der Menschheit erklärt. Noch immer ist der Cilento nur wenigen Deutschen bekannt. Außerhalb der Ferienmonate Juli und August ist die Küste mit ihren herrlichen Fels- und Sandstränden, Buchten und Grotten fast menschenleer.

Details:

Reisedatum: nach Ihrem Wunsch
Reisetage: 6 Reisetage
Reisepreis: auf Anfrage
Gruppengröße: auf Anfrage
Reise-ID: 100254
Veranstalter: StudyTours
Kategorie:
Italien

Reiseverlauf:

1. Tag:
Flug nach Neapel. Transfer zum Strandhotel bei Paestum oder Palinuro.

2. Tag:
Malerische Dörfer entlang der Küste sind Ziele der heutigen Ausflugsfahrt. Im kleinen Fischerdorf Acciaroli ließ sich Ernest Hemingway 1953 zu seinem Roman Der alte Mann und das Meer inspirieren. Das romantische Pioppi beherbergt im prächtigen Palazzo Vinciprova aus dem 17. Jh. ein interessantes Meeresmuseum. Nächste Station ist die Ausgrabungsstätte von Velia, eine der letzten ionischen Kolonien, die bereits Mitte des 6. Jh. v. Chr. auf italienischem Boden gegründet wurde. Das damalige Elea war Mittelpunkt hellenistischer Kultur und Sitz einer Philosophenschule. Nach der Besichtigung Weiterfahrt in das mittelalterliche Pisciotta, das malerisch auf einer Bergkuppe oberhalb des Mittelmeers thront. In den schmalen Stufengassen entlang der Palazzi und Häuserzeilen aus dem 16.Jh. erlebt man das Flair des unverfälschten italienischen Dorflebens. Vom kleinen Seebad Palinuro aus Bootsfahrt zu den sehenswerten Grotten des Capo Palinuro. Letzte Station der Ausflugsfahrt ist San Severino di Centola, ein verlassenes Dorf in luftiger Höhe über dem Fluss Mingardo, das sich einst im militärischen Glanz seiner strategisch einmalig gelegenen Burg sonnte.

3. Tag:
Erster Programmpunkt des Tages ist die Besichtigung der Käserei Vanullo, die zu den führenden Käseproduzenten des Landes zählt. Nach einer Mozzarella-Kostprobe Weiterfahrt zu den berühmten Ausgrabungen von Paestum. Die Ruinenstätte ist mit ihren Tempelresten und Nekropolen ein großartiges Beispiel griechischer Baukunst. Das Gebiet der antiken Stadt ist von einer fast fünf Kilometer langen, von einigen Türmen und Toren unterbrochenen großartigen Stadtmauer umgeben. Fast unwirklich erheben sich die drei bekannten Tempel Basilika, Neptun -und Cerestempel plötzlich in der Landschaft, umgeben von Zypressen und Oleander. In der Anlage befinden sich auch noch das 150 m lange Forum und drei Nekropolen mit äußerst wertvollen Grabgemälden. Nach der Führung durch das Museum von Paestum geht es weiter nach Castellabate. Dieses kleine mittelalterliche Städtchen auf einer Bergspitze hoch über dem Meer hat viel Belvedere und eine schöne, intakte Altstadt zu bieten. Rückfahrt zum Hotel.

4. Tag:
Bei Padula befindet sich eine der gewaltigsten Klosteranlagen Italiens, die Certosa di San Lorenzo. Sie hat eine Fläche von 50.000 qm und ist seit 1998 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Bauzeit der Kartause betrug 450 Jahre und ging bis ins 19.Jh. hinein. Heute beeindrucken den Besucher vor allem die barocken Stilelemente im Kloster und im Garten, die aus den Umbauten im 16. Jh. stammen. Der Innenhof bietet Platz für 60.000 Besucher. Sein Kreuzgang, der größte der Welt (ca. 12.000 qm), wird von 84 Säulen umrahmt. Das zweite Ziel ist die Grotte von Pertosa, auch Engelsgrotte genannt, die sich zwischen den Städtchen Pertosa und Autletta befindet. Die Grotta dell Angelo ist ein eindrucksvolles Natur-Amphitheater im Alter von ca. 35 Millionen Jahren. Sie existierte bereits in der Steinzeit, worauf viele Fundstücke hinweisen. Bevor die Christen sie dem heiligen Erzengel Michael weihten, benutzten sie Griechen und Römer als Kultstätte.

5. Tag:
Voller Tag zur freien Verfügung - nutzen Sie den Tag am Meer, lassen Sie sich im Hotel verwöhnen oder machen Sie einen ausgedehnten Spaziergang ins wunderschöne Hinterland. Zu empfehlen wäre evtl. auch eine geführte Wanderung nach Punta Licosa. Abfahrt nach Santa Maria di Castellabate, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Das Naturschutzgebiet der Punta Licosa ist ein Paradies für Naturliebhaber. Durch Pinienwälder wandern Sie vorbei an kleinen Buchten entlang der Küste. Von Castellabate geht es über die Spiaggia Pozzillo zum Hafen des Fischerortes San Marco und weiter bis zur Landzunge der Punta Licosa. Für diese Strecke sind insgesamt ca. 4,5 Std. anzusetzen. Mit dem Bus geht es zurück zum Hotel.

6. Tag:
Transfer zum Flughafen Neapel und Rückflug nach Deutschland.


Hinweis:
Dieser Cilento-Vorschlag kann auf Wunsch mit bekannten Zielen in Kampanien kombiniert und verlängert werden, z.B. mit Ausflügen nach Pompeji / Vesuv, Amalfitana, Insel Capri, usw. Versteckte Kostbarkeiten der Basilikata Wenn Sie den Cilento als Reiseziel planen, sollten Sie eine Kombination mit der Region Basilikata überlegen! Ein weiteres, vielen Touristen unbekanntes Gebiet, das zwischen Kampanien, Apulien und Kalabrien liegt. In den Augen vieler galt die Basilikata als die wirtschaftlich und kulturell rückständigste Region ganz Italiens. Ein Ruf, der sich vielleicht auch durch den auf Tatsachen beruhenden Roman von Carlo Levi Christus kam nur bis Eboli verfestigt hat. Zu seiner Zeit war der Kampf ums Überleben für die bäuerliche Bevölkerung dieser Region so schwer, dass sie sich von Gott verlassen wähnte. Eine schwere Vergangenheit, die die Basilikata heute überstanden hat.

Sehenswürdigkeiten der Basilikata:
Die Normannenburgen in Melfi und Lagopesole, in denen Friedrich Barbarossa weilte, wenn er im Gebiet des Vulture, einem erloschenen Vulkan, auf Jagd war. Der Archäologische Park von Venosa mit den gut erhaltenen Ruinen der in römischer Zeit blühenden Stadt Venusia. Die Abbazia di San Michele, eine Abtei an den bewaldeten Hängen des Lago Piccolo, und das kleine Bergstädtchen Barile, beide an der spektakulären Panoramastraße nach Potenza gelegen. Die aus dem Felsen gehauene Stadt Pietrapertosa im Gebiet des Apennin, antike Ruinen in den Städten Metaponto und Policoro am Ionischen Meer, und nicht zuletzt Matera, die Stadt der Sassi, die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Basilikata. Die Menschen von Matera wohnten einst in Höhlen am Abhang einer tiefen Schlucht. Was sich aus der Ferne wie Löcher in den Felswänden ausnimmt, sind Fenster und Türen von Wohnungen und Gotteshäusern. Diese Behausungen, die eine Stadt in der Stadt bilden und von frühgeschichtlichen Zeiten bis nach dem Zweiten Weltkrieg bewohnt waren, gelten heute nicht mehr als nationale Schande und Beispiel menschenunwürdiger Lebensbedingungen, sondern als ein bedeutender Teil des italienischen Kulturerbes, das seit 1993 unter dem Schutz der UNESCO steht.


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