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 Kulturschätze, sorbisches Leben und Spezialitäten in der Laustiz

Kulturschätze, sorbisches Leben und Spezialitäten in der Laustiz

Gruppenreise

Reiseübersicht:

Die Lausitz ist eines der kulturell interessantesten Gebiete Deutschlands, treffen dort doch drei historisch unterschiedliche Kulturbereiche aufeinander: der sächsische, der böhmische und der sorbische. Zunächst zu den Ländern der Böhmischen Krone, dann zu Sachsen gehörig, entwickelte sich die Lausitz entlang der alten Fernhandelsstraße Via Regia" nach Osten. Adel, Kirche und städtisches Bürgertum schufen eine Fülle von Kunstwerken, welche die Gegend zu einem "Geheimtipp" in Mitteleuropa machen."

Details:

Reisedatum: nach Ihrem Wunsch
Reisetage: 9 Reisetage
Reisepreis: auf Anfrage
Gruppengröße: auf Anfrage
Reise-ID: 100170
Veranstalter: StudyTours
Kategorie:
Deutschland

Reiseverlauf:

1. Tag: Anreise
Individuelle Anreise nach Bautzen. Zimmerbezug.

2. Tag: Bautzen - Sorbisches Hochzeitsessen
Vormittags beginnt der Tag mit einer Stadtführung in Bautzen. Eindrucksvoll ragt die Silhouette des 1000jährigen Bautzens mit ihrem historischen Stadtkern aus dem Profil der vielgestaltigen Landschaft über der Spree schon aus der Ferne empor. Entdecken Sie die Altstadt mit ihren Baudenkmalen, Türmen, mittelalterlichen Gassen und stimmungsvollen Kneipen bei einem geführten Stadtspaziergang. Bautzen ist auch das kulturelle und politische Zentrum der Sorben in der Oberlausitz. Das kleine slawische Volk hat seine Sprache, seine Traditionen, seine Folklore und viele Bräuche bis heute beibehalten. Die Unverwechselbarkeit der Stadt erwächst aus der Vielfalt ihrer Reize - eine als Flächendenkmal erhaltene und in der Sanierung fortgeschrittene historische Altstadt, interessantes deutsches und sorbisches Kulturleben, ein abwechslungsreiches touristisches Umland. Abends erwartet Sie ein traditionelles sorbisches Hochzeitsmenü mit drei Gängen. Während des Essens erzählt die Wirtin mit viel Humor von den Trachten und Bräuchen der Sorben. Die Gäste haben mit einem kleinen deutsch-sorbischen Wörterbuch Gelegenheit zum Kennenlernen der sorbischen Sprache.

3. Tag: Bautzen - Senfmuseum - Kloster Marienstern
Besichtigung des Reichenturms. Schiefer Turm von Bautzen so wird er im Volksmunde genannt und ziert so manche Postkarte. Er bildet den Abschluss der Reichenstraße und steht am Kornmarkt, gegenüber der Liebfrauenkirche. Aktuell weicht der Turm an seiner Spitze um 1,44 m von der Senkrechten ab. Auf seiner 56 Meter hohen Aussichtsplattform bietet er einen der schönsten Blicke auf die Bautzener Altstadt. Anschließend Besichtigung der Alten Wasserkunst. Einer der imposantesten Türme, welche die Stadtansicht von Bautzen prägen ist die Alte Wasserkunst. Das Wahrzeichens Bautzens wurde im Jahre 1496 erbaut. Der Sage nach war ein Mönch der Baumeister. Das in das Befestigungssystem der Stadt einbezogene Bauwerk wurde mit einem wasserradbetriebenen System von Kolbenpumpen ausgestattet, welche das Wasser aus der Spree in einen Hochbehälter hoben. Von dort aus floss es durch Rohrleitungen zum höchsten Punkt der Stadt auf dem Fleischmarkt und von dort aus in tiefer gelegene Brunnen. In der Pumpanlage war das Wasser zugleich Produkt und Antriebsmittel der Technik. Es erschien hier also deutlich in seiner Doppelfunktion: Existenzgrundlage für die Bevölkerung und Energieträger. Von der technischen Einrichtung sind nur die Turbinen, Transmissionen und Kolbenpumpen aus den 1920er Jahren erhalten geblieben. Am Nachmittag Führung und kleine Senfverkostung im Senfmuseum. Bummeln Sie durch das Senfmuseum, erfahren Sie von der Kultivierung der Senfpflanze bis zur Herstellung und zum Gebrauch alles, was man über Senf wissen sollte. Die Geschichte des weltberühmten Senfes wird in mehreren Vitrinen dargestellt. Eine Original-Senfmühle aus dem vorherigen Jahrhundert mit 1.300 kg Gewicht ist nur ein Schaustück dieses liebevoll eingerichteten Museums. Kochbücher und Menagen aus der Vergangenheit bis zur Gegenwart runden das Bild ab. An einer originalen Biedermeier-Ladeneinrichtung von 1860 können Sie alle steinvermahlenen Manufaktur-Senfe probieren und erwerben. Danach Fahrt nach Panschwitz-Kuckau, Führung durch die Klosteranlage St. Marienstern. In der restaurierten Klosteranlage im Weiß-Rot der Barockzeit sind Gäste gern gesehen. Sie sind eingeladen, zum stillen Verweilen in der Abteikirche, so zu den festen Gebetszeiten der Zisterzienserinnen. Im Gotteshaus zieht vor allem der barocke Hochaltar, von Prager Künstlern geschaffen, die Blicke auf sich. Die Schatzkammer offenbart Kostbarkeiten vom 13. bis zum 20. Jahrhundert. Rückfahrt nach Bautzen.

4. Tag: Görlitz
Fahrt nach Görlitz. Stadtführung Görlitz und das Heilige Grab. Entdecken Sie Görlitz, die deutsch-polnische Europastadt an der Neiße, eine der schönsten Städte Deutschlands. Da sie im Zweiten Weltkrieg von Zerstörungen verschont blieb, präsentiert sie sich noch heute als faszinierendes Bilderbuch aus 800 Jahren Kulturgeschichte mit einer Fülle prächtiger Bauten von Gotik bis Jugendstil. So erlebt man mittelalterlichen Türmen, spätgotischen Arkaden am Untermarkt und stattlichen Renaissance-Bürgerhäusern nahe der Neiße ebenso wie barocken Stadtpalais am Obermarkt oder ausgedehnten Gründerzeitvierteln. Eine reiche, attraktive Kulturszene sorgt für pulsierendes Leben in diesem einzigartigen Umfeld. Nach der Mittagspause Führung durch die Landskronbrauerei. Die Besichtigung der Landskron Brauerei Görlitz GmbH ist mit Sicherheit eine gute Empfehlung. Sie können den Charme der östlichsten Brauerei Deutschland, in der seit 1869 ausgezeichnete Biere produziert werden, wochentags von Montag bis Donnerstag (während der laufenden Produktion) sowie am Wochenende erleben. Rückfahrt nach Bautzen.

5. Tag: Herrnhut - Zittau
Fahrt nach Herrnhut und Stadtführung. Auf dem Weg zum Heimatmuseum erfahren Sie Wissenswertes über die Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeinde und zum historischen Stadtkern Herrnhuts. Der anschließende Besuch des Heimatmuseums bietet in original erhaltenen Wohnräumen der Biedermeierzeit einen interessanten Einblick in die damalige bürgerliche Wohnkultur. Auf einer hübschen Lindenallee erreichen Sie in wenigen Minuten den Friedhof der Brüdergemeinde, den weltweit bekannten und denkmalgeschützten Gottesacker. Vom oberhalb gelegenen Hutbergaltan - einem Aussichtsturm und Wahrzeichen der Stadt - bietet sich ein schöner Rundblick auf das Oberlausitzer Bergland, das Zittauer Gebirge, zum Jeschken und bei guter Sicht bis hin zum Iser- und Riesengebirge. Führung in der Herrnhuter Sterne Manufaktur. Bei einem kleinen Film über die Geschichte der Stadt Herrnhut, der Herrnhuter Brüder-Unität und der Entstehung des Herrnhuter Stern können Sie entspannen und in das Reich der Sterne eintauchen. Anschließend erhalten Sie einen Einblick in die Herstellung der traditionellen Papiersterne und können den Mitarbeitern über die Schulter schauen. Weiterfahrt nach Zittau und Stadtführung. Sachsens südöstlichste Stadt ist über 750 Jahre alt. Unmittelbar im Grenzbereich zu Schlesien und Böhmen gelegen, war sie einst ein blühendes Handelszentrum und wurde als die Reiche gepriesen. Ihr historischer Stadtkern mit Gebäuden von Gotik bis Klassizismus ist nahezu vollständig erhalten geblieben. Einzigartig in Deutschland: die Zittauer Fastentücher. Die kostbaren Textilkunstwerke werden im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz und im Museum Franziskanerkloster präsentiert. Besuch des Großen Zittauer Fastentuches. Erfahren Sie von der Botschaft und der Geschichte des in Deutschland einzigartigen Großen Zittauer Fastentuches von 1472. Das 8,20 m hohe und 6,80 m breite Textilkunstwerk zeigt 90 Szenen aus dem Alten und Neuen Testament und ist in der größten Museumsvitrine der Welt ausgestellt. Rückfahrt nach Bautzen.

6. Tag: Cunewalde
Der heutige Ausflug führt nach Cunewalde, Ortsführung durch Teile des schönen Cunewalder Tales mit Erläuterungen zu Ortsgeschichte, Baudenkmalen, Geologie und örtlichen Besonderheiten. Führung durch die größte evangelische Dorfkirche Deutschlands mit Orgelanspiel. Lassen Sie sich beeindrucken von Deutschlands größter Dorfkirche mit Ihren 2.632 Sitzplätzen. Äußerlich beeindruckt der Bau mit seinem 61 Meter hohen Turm und steilen Walmdach. Innen wirkt er mit drei Emporen und klassizistischer Form klar und luftig. Die Orgel von 1840 - eine der klangschönsten in der Oberlausitz - ist das bedeutendste Werk des im nahen Neugersdorf geborenen Christian Friedrich Reiß. Themenwechsel. Besuch im Oldtimermuseum Cunewalde. Entdecken Sie in der großen Scheune das Oldtimermuseum des Oberlausitzer Kraftfahrzeug-Veteranen Club e.V., das Ihnen ca. 70 historische Fahrzeuge der Baujahre 1910 - 1980 präsentiert. Interessant ist auch die integrierte Ausstellung des ehemals größten Betriebes im Cunewalder Tal, dem Motorenwerk Cunewalde. Anschließend Führung im Umgebindehaus-Park Cunewalde. Mitten im staatlich anerkannten Erholungsort Cunewalde in unmittelbarer Nähe Deutschlands größter Dorfkirche sind originalgetreue Modelle sehenswerter Umgebindehäuser der Oberlausitz zu besichtigen. Die Miniaturhäuser wurden von Mitarbeitern der Sächsischen Bildungsakademie Bauwesen in Bautzen fachmännisch im Maßstab 1:5 errichtet. Nach Untersuchungen an den ältesten Umgebindehäusern waren diese schon im 16. Jahrhundert konstruktiv ausgereift und dienen seit fünf Jahrhunderten als Wohn- und Arbeitsstätten. Rückfahrt nach Bautzen

7. Tag: Lübbenau - Spreewald
Fahrt nach Lübbenau, Lehde-Dorfrundfahrt mit Besuch der Museumsinsel. Vom Hafen aus bringt Sie Ihr Fährmann zum Spreewalddorf Lehde mit seinen hölzernen Blockhäusern und typischen Bauerngehöften. Während der Fahrt erfahren Sie alles Wissenswerte über den Spreewald und haben die Gelegenheit zur Verkostung der Spreewälder Gurken frisch vom Fass. Angekommen auf der Museumsinsel besuchen Sie das Freilandmuseum Lehde und tauchen ein in die Wohn- und Lebensweise der Spreewälder mit ihren Trachten und Handwerken. Im Anschluss fahren Sie durch das malerische Lagunendorf zurück nach Lübbenau. Bei Ankunft erwartet Sie ein spätes Mittagessen als Tellergericht im Restaurant Cafe zum Nussbaum. Erleben Sie einen Betriebsrundgang durch die Firma Rabe, die bereits seit 4 Generationen erfolgreich Spreewälder Gurken und Meerrettich produziert. Lauschen Sie den Erläuterungen des Gästeführers und besuchen Sie das heimische Gurkenmuseum. Bei einem Brückenrundgang erhalten Sie Einblick in die tägliche Produktion. Im Anschluss erwartet Sie eine Verkostung mit vielfältigen Proben der hiesigen Produkte. Rückfahrt nach Bautzen.

8. Tag: Weißwasser - Bahnfahrt Bad Muskau - Hornow
Heute geht es zunächst nach Weißwasser. Von dort aus fahren Sie eine gute halbe Stunde mit der Waldeisenbahn, die größte Museumseisenbahn ihrer Art in Deutschland, nach Bad Muskau. Die 600 mm Schmalspurbahn besteht seit 1895. Mit nostalgischen Fahrzeugen erleben Sie in gemütlicher Fahrt die Stadt Weißwasser, die Landschaft des Muskauer Faltenbogen, den größten Rhododendron- und Azaleen-Park Deutschlands in Kromlau sowie den weltberühmten Fürst-Pückler-Park rund um Bad Muskau. Führung durch den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Der namhafte Schriftsteller und Weltreisende Hermann Fürst von Pückler-Muskau war einer der bekanntesten deutschen Gartengestalter des 19. Jahrhunderts. Eines seiner Meisterwerke ist der großzügig gestaltete Landschaftspark in seiner Heimat Bad Muskau, die Park- und Kurstadt in der Oberlausitz. Mit einer Gesamtfläche von 545 Hektar ist er der größte Landschaftspark Deutschlands im englischen Stil. Mitten im Park liegen das neue Schloss, ein Museum, das Tropenhaus mit Kakteen, das Kavalierhaus (heutiges Moorbad), der Bade- und Bergpark, der Schlosspark sowie die Orangerie. Das einstige Brauhaus wurde 1844 zur Orangerie umgebaut, um empfindliche Pflanzen dort im Winter zu schützen. Weiterfahrt nach Hornow. Besuch der SchokoMalerei Confiserie Felicitas. Erleben Sie bei einer Filmvorführung eine kulinarische Reise und einen Blick hinter die Kulissen des Chocolatier-Handwerks. Im Anschluss kommen Sie in den Genuss der hausgemachten Felicitas-Trinkschokolade und können selbst kreativ werden bei der Gestaltung einer Schokoladentischkarte. Schauen Sie den Chocolatiers über die Schulter in der gläsernen Schauwerkstatt. Rückfahrt nach Bautzen.

9. Tag: Heimreise
Heute verlassen sie Ihr Hotel in Bautzen, Heimreise.


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