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Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela Große Kultur- und Wanderreise

Große Kultur- und Wanderreise

Auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela

Reiseübersicht:

Richtig pilgern wollen wir, und das heißt im Rahmen der Grenzen, die dem Einzelnen gesetzt sind (zeitlich, körperlich), miteinander unterwegs sein, Eindrücke und Erlebnisse teilen und mitteilen und miteinander hinter die Dinge schauen, die uns dieser Weg beschert. Evangelisch oder katholisch? Die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela ist älter als die Trennung der beiden Konfessionen. Die Jakobuswallfahrt nach Santiago, eine der religiösen Massenbewegungen des Mittelalters, hat in besonderer Weise die Entwicklung der Kunst in Europa entlang der Pilgerstraßen beeinflusst. Ob in Deutschland, Frankreich oder Spanien, überall finden wir die Spuren des Jakobuskultes. Santiago wurde neben Rom und Jerusalem zum bedeutendsten Wallfahrtsort der mittelalterlichen Christenheit, zur Heiligen Stadt. Die Wallfahrt nach Santiago de Compostela bildete die Grundlage zu einer ersten europäischen Gemeinsamkeit. Deutsche, französische und spanische Architekten, Bildhauer und Maler schufen entlang des Jakobusweges unvergleichliche Kunstwerke der Romanik und Gotik. Musik und Literatur fanden neue Formen. Überwältigend sind die Landschaftseindrücke und die üppige Flora und Fauna. Die wilden Schluchten des Zentralmassivs, die gewaltigen Pyrenäen, die endlose Weite der Meseta und das grüne Galicien mit seinen Granitbauten werden Sie begeistern. Sie erfahren auf dieser Reise die wechselvolle Geschichte und die politische und soziale Bedeutung dieser Wallfahrt vom Mittelalter bis in unsere Tage und erleben Landschaft, Land und Leute entlang des Weges - jeden Tag wird circa 2 Stunden gewandert.

Details:

Reisedatum: nach Ihrem Wunsch
Reisetage: 18 Reisetage
Reisepreis: auf Anfrage
Gruppengröße: auf Anfrage
Reise-ID: 100351
Veranstalter: StudyTours
Kategorie:
Spanien
Frankreich
Themenreise
Wanderreise

Reiseverlauf:

Wir folgen den Spuren von Millionen von Pilgern, die seit über tausend Jahren zum Grab des Apostels Jakobus an der spanischen Westküste gezogen sind. Dieser Reise wollen wir einen besonderen Zuschnitt geben:

  • Wir reisen im komfortablen Reisebus. Er erspart Zeit und die Mühen großer Entfernungen.  
  • So oft wie möglich werden wir Wegstrecken von ca. 2 Stunden zu Fuß erfahren.
  • Die Kunst am Weg gibt beredtes Zeugnis eines jahrhundertealten regen Kulturaustausches auf der Basis abendländisch-christlicher Tradition.
  • Wir bekommen Einblick in die lange Tradition dieses alten europäischen Pilgerweges.
  • Als Pilger erleben wir die Gotteshäuser als Stätten der Rast für Leib und Seele.
  • Küche und Keller Frankreichs und Spaniens verwöhnen uns nicht nur, sondern schaffen eine Basis für einen gemütlichen Ausklang an den Abenden.

1. Tag Ankunft im Land der Vulkane
Wir reisen durch die Schweiz und über den französischen Jura in die teils bizarre Landschaft  der Auvergne. Unser Ziel ist Le Puy. Einer der großen Sammelpunkte mittelalterlicher Pilger auf dem Weg nach Santiago. Berühmt durch die romanische Kathedrale mit schönem Kreuzgang. Wir wohnen für eine Nacht in Le Puy.

2. Tag: Via Podensis
Ab Le Puy folgen wir der Via Podensis, einer der vier mittelalterlichen Pilgerwege durch Frankreich. Der Weg führt durch alte Pilgerorte, die bis zum heutigen Tag mehr oder weniger vom Chemin de Saint Jacques geprägt sind: Monistrol, Saugues, Nasbinals, Aubrac, Espalion, Estaing. Ziel des heutigen Tages ist Conques, einer der bedeutendsten Orte an der Via Podensis, der seine heutige Berühmtheit der romanischen Kirche mit herrlichem Tympanon und dem kostbaren Kirchenschatz verdankt. Hotelbezug im Raum Conques.

3. Tag: Flüsse, Brücken, Städte
Zunächst führt die Reise nach Cahors. Die alte Hauptstadt des Quercy liegt in einer Windung des Lot. Wir gehen über die berühmte Pont Valentré dem nächsten Ort unserer Reise entgegen - Moissac. Das stille Städtchen an der Garonne besitzt einen der schönsten Kreuzgänge, der uns zum Staunen aber auch zur Stille einlädt. Beim Gang durch das Südportal in die Kirche mahnt uns die aus Stein gehauene Offenbarung des Johannes, eines der Hauptwerke der romanischen Bildhauerkunst Südfrankreichs. Dem Lauf der Garonne folgend kommen wir in eine der bedeutendsten Kunststädte Frankreichs, nach Toulouse. Hier besuchen wir die Basilika Saint Sernin, die größte erhaltene romanische Pilgerkirche Frankreichs. Ziel des heutigen Tages ist Lourdes am Fuße der Pyrenäen.

4. Tag: Alpine Landschaften
Über Pau und Oloron reisen wir in die alpine Landschaft der Pyrenäen. Die Straße windet sich bis auf 1631 Meter zum Col de Somport hinauf, einem der wichtigsten Übergänge für die Pilger im Mittelalter. Erstes Ziel in Spanien ist Jaca. Hier besuchen wir die Kathedrale mit Diözesanmuseum. Später erreichen wir das hoch in den Bergen versteckte Kloster San Juan de la Pena und unternehmen hier eine Rundwanderung. Über Sta. Cruz de los Seros und Javier reisen wir nach Sanguesa, einem der interessantesten Orte Navarras und zum herrlich gelegenen Benediktiner-Kloster Leyre zur Übernachtung.

5. Tag: Weinquelle und Hühnerwunder
Von Leyre reisen wir zunächst nach Eunate und gehen von dort zu Fuß zum Treffpunkt der großen Pilgerrouten - Puente la Reina. Von Puente La Reina kommen wir nach Estella und zum Kloster Irarche. Hier laben wir uns an der sogenannten Weinquelle. Über Torres del Rio, Logrono und Najera erreichen wir unser Tagesziel, den Ort des legendären Hühnerwunders, Santo Domingo de la Calzada.

6. Tag: Vom Herbergsort zur Königsmetropole und Santo Domingo de Silos
Von Santo Domingo aus führt die Reise in die einst berüchtigten Montes de Oca. Auf landschaftlich schönem Weg wandern wir nach San Juan de Ortega. Der abgelegene Herbergsort ist seit alters her bis zum heutigen Tage für seine Gastfreundschaft bekannt. Auf dem Weg in die einstige Königsmetropole Burgos besuchen wir das Kartäuserkloster Miraflores. Am Nachmittag machen wir einen Ausflug ins südlich gelegene Kloster Santo Domingo de Silos. Auf dem Weg nach dort besuchen wir das westgotische Kirchlein bei Quintanilla de las Vinas und das malerische Städtchen Covarrubias. Wir wohnen für zwei Nächte in Burgos.

7. Tag: Burgos
Der heutige Tag ist der Besichtigung von Burgos mit gotischer Kathedrale und seinen herausragenden Kunstschätzen gewidmet! Am Nachmittag unternehmen wir einen Stadtrundgang und es verbleibt auch Zeit zur freien Verfügung.

8. Tag: Endlose Meseta
Ab Burgos führt der Weg hinein in die zentralspanische Hochebene, die Meseta. Endlose Weiten, kaum erreichbare Horizonte und eine karge, manchmal wüstenartige Landschaft zeichnen die Meseta aus. Wir reisen durch die Orte Ollmilos, Castrojeriz, Fromista, Villalcazar de Sirga, Sahagun, San Miguel de Escalada nach Leon. Diese Stadt ist vor allem wegen dreier Bauwerke berühmt: die gotische Kathedrale, die romanische Basilika San Isidor mit den großartigen Fresken im Pantheon der Könige und wegen der einstigen Komturei des Santiagoritterordens San Marcos.

9. Tag: Verlassenes Dorf, üppige Landschaft
Bald nach Léon kommen wir an den Fluss Orbigo. Nach kurzer Wanderung erreichen wir die berühmte Brücke beim Ort Hospital de Orbigo. Von hier fahren wir weiter über Astorga in die abgeschiedene Berglandschaft der Maragatos. Über Rabanal del Camino kommen wir zum verlassenen Dorf Foncebadon und zu Fuß zum Rabanalpass. Er ist berühmt durch sein Cruz de Ferro inmitten eines von Pilgern angehäuften Steinberges. Ziel des heutigen Tages ist Ponferrada inmitten der üppigen Landschaft des Bierzo.

10. Tag: Einzug ins gelobte Land
Bald nach Villafranca beginnt der Aufstieg in die Berge von Cebreiro. Erstes Etappenziel des Tages ist die auf 1300 m gelegene Passhöhe von Cebreiro mit dem gleichnamigen Ort. Hier beginnt Galicien und weit reicht der Blick hinein ins oft gelobte Land. Galicien ist im Gegensatz zum Inneren des Landes grün mit reichlich Niederschlägen, geprägt durch die gebirgige Landschaft, die auf zwei Seiten vom Atlantik umgeben ist. Durch Triacastela und Samos kommen wir nach Sarria, unserem Übernachtungsort.

11. Tag: Berg der Freude, Einzug in die Kathedrale
Noch einmal heißt es Ultreia und die letzten Etappen (Vilar de Donas, Palas de Rei, Melide) vor unserem Ziel werden erwandert und erfahren, bis wir dann auf dem Monte del Gozo, dem Berg der Freude stehen und zum ersten mal nach eindrucksvollen Tagen die Türme von Santiago de Compostela erblicken. Höhepunkt des Tages, vielleicht sogar der Reise, wird der Einzug in die Kathedrale sein. Wir wohnen für drei Nächte in Santiago.

12. Tag: Santiago de Compostela
Der heutige Tag ist ganz Santiago gewidmet. Führung in und um die Kathedrale und Zeit zur freien Verfügung. Gelegenheit zur Teilnahme am Pilgergottesdienst in der Kathedrale.

13. Tag: Von Santiago ans Ende der Welt
Wir reisen entlang der wild zerklüfteten Atlantikküste bis hinaus ans Cabo Finisterre.

14. Tag: Entlang der Grünen Küste
Heute heißt es Abschied nehmen von Santiago. Wir reisen entlang der Nordküste Spaniens, der grünen Küste, nach Oviedo. Hier besuchen wir den Monte Naranco mit seinen romanischen Sakralbauten. Weiter über Llanes nach Santillana del Mar und Hotelbezug.

15. Tag: Vom Meer in die Berge
Über Santillana und Bilbao führt die Reise weiter nach Pamplona und Roncesvalles. Hier beginnen wir den Aufstieg über den legendären Pass der Jakobuspilger, den Ibanetapass. Auf der Nordseite der Pyrenäen erreichen wir die Region um St. Jean Pied de Port.

16. Tag: Felsennest Rocamadour
Nach einer Wanderung durch die Pyrenäen-Vorberge fahren wir durch die fruchtbaren Landschaften der Gascogne ins Perigord. Tagesziel ist Rocamadour. Der Ort klebt wie ein Schwalbennest an einer 120 m hohen Felswand.

17. Tag  Der Kreis schließt sich
Von Rocamadour reisen wir über Limoges nach Bourges. Nach dem Besuch der großartigen gotischen Kathedrale reisen wir weiter nach Vezelay. Wie Le Puy, so war und ist auch Vezelay einer der großen Sammelpunkte der Jakobuspilger auf dem Camino, so dass wir am Ende unserer Reise gleichsam an einem neuen Anfang stehen. Hotelbezug in Avallon.

18. Tag  In großen Schritten der Heimat entgegen.
Durch das weinberühmte Burgund reisen wir zurück. Im Schwarzwald bietet sich uns noch die Gelegenheit zum Besuch des Freiburger Münsters und anschließend gelangen wir zurück an den Bodensee.


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