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Julisch Venetien. Kunstschätze im Schnittpunkt der Kulturen Friaul

Friaul

Julisch Venetien. Kunstschätze im Schnittpunkt der Kulturen

Reiseübersicht:

Wir möchten Sie herzlich zu dieser Studienreise in die wenig bekannte Region Friaul - Julisch Venetien einladen. Diese östlichste Region Italiens bildet die Fortsetzung des Golfes von Venedig und wartet mit ihren alten Kathedralen, prachtvollen Schlössern und Villen darauf, entdeckt zu werden. Römische, langobardische, venezianische und österreichische Einflüsse sind hier überall spürbar. Kunstschätze aus allen diesen Epochen lassen Geschichte lebendig werden. Die Sonneninsel Grado ist Standort Ihrer Reise. Sie besuchen u.a. Aquileia mit den einzigartigen frühchristlichen Mosaiken, sehen in Triest die faszinierenden Fassaden und traditionellen Kaffeehäusern, die an die K.u.K.-Monarchie erinnern, lernen Udine mit ihrer Renaissance-Atmosphäre und die Langobardenstadt Cividale kennen, besichtigen das malerisch auf einer Felsklippe thronende Schloss Miramar, die venezianische Festungsstadt Palmanova und vieles mehr. Auch Dichter ließen sich von der eindrucksvollen Landschaft inspirieren. Auf den Spuren von Rainer Maria Rilke kann man in Duino wandern, hier suchte auch der große Dante Stille und Inspiration. Diese Reise lässt sich als Busreise mit oder ohne Zwischenübernachtungen oder auch als Flugreise mit Flug nach Venedig durchführen.

Details:

Reisedatum: nach Ihrem Wunsch
Reisetage: 7 Reisetage
Reisepreis: auf Anfrage
Gruppengröße: auf Anfrage
Reise-ID: 100250
Veranstalter: StudyTours
Kategorie:
Italien

Reiseverlauf:

1. Tag: Anreise nach Grado
Fahrt über den Brenner und weiter durch das Pustertal, vorbei am Misurina-See und über Tolmezzo nach Grado, dem Standort dieser Reise. Oder Flug von Deutschland nach Venedig und Transfer zum Hotel in Grado.

2. Tag: Aquileia / Grado
Ausflug nach Aquileia. Zu Zeiten des Kaisers Augustus wurde die Stadt zweites Rom genannt. Damals war Aquileia eine der wichtigsten Hafenstädte an der Adria und hatte ca. 100.000 Einwohner. Sehenswert sind vor allem im dortigen Dom die wertvollen frühchristlichen Fußbodenmosaiken und die vollständig mit romanischen Fresken ausgemalte vorromanische Krypta. Interessant auch die römischen Ausgrabungen und das archäologische Museum. Die Säulen des Forums, die zypressengesäumte Via Sacra entlang der römischen Hafenkais und Lagerhäuser dokumentieren die einstige Bedeutung der Hafenstadt. Im Archäologischen Museum befinden sich Mosaiken, Sarkophage, Büsten, Schmuckstücke und weitere antike Kunstschätze. Nachmittags Besichtigung der Altstadt Grado, die ehemalige Zuflucht der während der Hunneneinfälle und Langobardenkämpfe geflüchteten Einwohner von Aquileia. Die Stadt liegt malerisch auf einer Halbinsel und zählt wegen seines besonders heilkräftigen Sands und wegen seiner klimatischen Bedingungen zu den wichtigsten Kurorten Italiens. Die Altstadt von Grado mit ihren sich zwischen dem Kanal-Hafen und dem Dom verzweigenden engen Gassen ist besonders malerisch und besitzt noch viele Häuser in mittelalterlichem oder venezianischem Stil. Der Dom stammt aus dem 6. Jh. und besitzt u.a. einen sehenswerten Mosaikfußboden und wertvolle Fresken. Neben dem Dom steht das achteckige Baptisterium aus dem 5. Jh. und die mit Mosaiken geschmückte kleine Basilika Santa Maria delle Grazie.

3. Tag: Cividale / Gorizia
Fahrt nach Cividale, das außergewöhnlich reich an Kunstschätzen des 8. bis 10. Jh. ist. Besichtigung des bedeutenden langobardischen Tempelchens mit einem reliefgeschmückten, achteckigen Taufbecken und reicher Stuckdekoration. Im Renaissancebau des Domes von Cividale befindet sich das christliche Museum mit zwei Meisterwerken: der zierliche Taufbrunnen des Patriarchen Calixtus und der marmorne Altar des Langobardenkönigs Ratchis. Anschließend Weiterfahrt in die Grenzstadt Gorizia. Nach der Zerstörung der Stadt im Ersten Weltkrieg blieben an alten Bauten die Jesuitenkirche und das mittelalterliche Kastell erhalten. Vorbei an Gradisca d Insonzo, deren Befestigungsanlagen Ende des 15. Jh. Leonardo da Vinci entworfen hat Rückfahrt nach Grado.

4. Tag: Udine / Villa Manin / Palmanova
Vormittags Fahrt nach Udine. Besichtigung der hübschen Stadt, die ehemals Sitz der Patriarchen von Aquileia war und an einem Hügel liegt, auf dessen Gipfel das majestätische Kastell steht. Sehenswert ist besonders die Piazza della Libertà, die ihre Renaissance-Atmosphäre bewahrt hat und von mehreren bedeutenden Gebäuden umgeben ist: die gotische Loggia del Lionello von 1448, die Loggia di San Giovanni (1533), deren kleiner Campanile dem Uhrturm in Venedig nachempfunden wurde, sowie der hübsche Springbrunnen, den Giovanni Carrara im Jahre 1542 errichtet hat. Nicht weit davon liegt der romanisch-gotische Dom, dessen Inneres im Barockstil umgestaltet wurde. Besonders sehenswert sind die Grabdenkmäler der Familie Manin, sowie mehrere wertvolle Statuen und Fresken. Neben zahlreichen Palästen hat Udine auch sehr hübsche, malerische Winkel zu bieten. Am Nachmittag Ausflugsfahrt zur Villa Manin, einstige Residenz der Grafen Manin und des letzten Dogen von Venedig. Sehenswert ist die eindrucksvolle Kapelle, ein Kutschenmuseum und die Jagdwaffensammlung. Rückfahrt über Palmanova, einer auf dem Reißbrett entworfenen, sternförmig angelegten venezianischen Festungsstadt aus dem 16. und 17 Jh. Die Anlagen wurden von Napoleon noch erweitert. Die Gebäude, u.a. Basteien, Festungstore, Innenhöfe, Wassergräben und ein venezianischer Aquädukt sind noch heute gut erhalten. Rückkehr nach Grado.

5. Tag: Triest / Schloss Miramare / Duino
Fahrt über Monfalcone und Opicina in die Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien. Triest zählt zu den wichtigsten Hafenstädten Italiens und besitzt zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus allen Zeitepochen. Sehenswert vor allem: die am Meer liegende Piazza dell Unita dItalia mit zahlreichen Prachtbauten, die Basilica San Giusto, das Römische Theater und das auf dem Gipfel des Colle di San Giusto stehende Kastell. Anschließend Fahrt vorbei am Faro della Vittoria (Leuchtturm des Sieges) zu dem auf einem Felsvorsprung liegenden Schloss Miramare, das 1856 - 1860 im Auftrag des Erzherzogs Maximilian von Österreich erbaut wurde. Über den Badeort Duino (Ruine des Castel Vecchio - hier verbrachte Dante einen Teil seines Exils) Rückkehr nach Grado.

6. Tag: Spilimbergo / Pordenone
Fahrt in die teils noch mittelalterlich anmutende Stadt Spilimbergo. Sehenswert ist außer dem Kastell besonders der Dom von 1248, der neben anderen Kunstschätzen Fresken aus dem 14. Jh. und Gemälde aus dem 16. Jh. besitzt. In den Straßen des Ortes sieht man häufig Häuser mit Säulengängen und mit zweibogigen gotisch-venezianischen Fenstern. Eine Besonderheit ist die Mosaikkunstschule, in der Handwerker für die ganze Welt ausgebildet werden. Weiterfahrt zur Provinzhauptstadt Pordenone. Sie besitzt ein altes Stadtviertel mit schönen Laubengängen und mit der hübschen Piazzetta S. Marco, an der der Dom, der einen gotisch-romanischen Campanile besitzt und der gotische Palazzo del Comune mit seiner bedeutenden Gemäldegalerie stehen. Um den Platz herum findet man kleine malerische Häuser aus dem 14. Jh. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung in Grado.

7. Tag: Heimreise
Morgens Abreise aus Grado und Rückfahrt oder Transfer zum Flughafen Venedig und Rückflug.


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