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 Architektur, Kunst und Natur tief im Westen
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Gruppenreise

Reiseübersicht:

Das Ruhrgebiet stand über 150 Jahre für Schwerindustrie. Heute ist die Zeit vorbei, in der der Ruhrpott als qualmende rauchende Gegend bekannt war. Dennoch prägen Hochöfen, Gasometer oder Fördertürme das Gesicht der Region. Hier vollzieht sich ein tiefgreifender Strukturwandel und mittlerweile hat sich die Region zu einem sehr facettenreichen Reiseziel entwickelt. Ehemalige Produktionsstätten stehen unter Denkmalschutz, beherbergen Museen oder bieten vielfältigen Veranstaltungen Platz. Ob Hüttenwerk oder Landschaftspark, Altstadt oder Kunstmuseum – die Vielfältigkeit des Ruhrgebiets macht es zum perfekten Reiseziel, das für viele Studienreise-Gäste noch ein unentdecktes Juwel ist.

Details:

Reisedatum: Nach Ihrem Wunsch
Reisetage: 6 Reisetage
Reisepreis: p.P. ab € Auf Anfrage / DZ
Gruppengröße: auf Anfrage
Inklusive: Fachbegleitung einer ortsansässigen Kunsthistorikerin
Reise-ID: 100473
Veranstalter: StudyTours
Kategorie:
Deutschland
Kulturreise

Reiseverlauf:

1. Tag, Mittwoch            Anreise
Fahrt vom Heimatort nach Duisburg. Je nach Ankunftszeit erster Rundgang.

2. Tag, Donnerstag        Besichtigungen in Duisburg
Am Vormittag Rundgang durch den Innenhafen Duisburg: Von der Salvatorkirche bis zum Museum Küppersmühle. Der Innenhafen Duisburg, ein Musterbeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet, wurde im Zusammenhang mit der IBA in den 90er Jahren nach dem Masterplan von Sir Norman Foster umgebaut. Alte Speichergebäude wurden saniert und zu Museen wie dem Stadthistorischen Museum oder dem Museum Küppersmühle umgebaut, neue Bürogebäude von Gerkhan Marg und Partner oder von Teherani u.a. errichtet. Die Salvatorkirche in Duisburg ist eine gotische Kirche, die für die Reformationsgeschichte eine wichtige Rolle spielte. Die Schatzkammer des Stadthistorischen Museums beherbergt wichtige Dokumente des berühmtesten Bewohners der Stadt Duisburg – von Gerhard Mercator. Das Museum Küppersmühle besitzt eine der größten Privatsammlungen Deutschlands. Präsentiert wird moderne Kunst seit den 50er Jahren, darunter Werke von Georg Baselitz, Anselm Kiefer und Gerhard Richter. Am Nachmittag Spaziergang durch den Landschaftspark Duisburg-Nord, der aus einem stillgelegten Hüttenwerk hervorgegangen ist. Der Park ist etwa 200 Hektar groß und setzt sich aus verschiedenen Brachen ehemals industriell genutzter Flächen zusammen. Es gibt hier eine Lichtinstallation von Jonathan Perk – in der Nacht sehr schön. Man könnte hier abends essen.
Alternativen:

Besuch des Lehmbruckmuseums. Es handelt sich um eines der ganz wenigen Skulpturenmuseen Deutschlands. Erbaut wurde das Museum vom Sohn Wilhelm Lehmbrucks, Manfred Lehmbruck. Es werden neben den Arbeiten von Wilhelm Lehmbruck moderne Skulpturen gezeigt.

Hafenrundfahrt. Duisburg besitzt den größten Binnenhafen Europas. Bei einer Rundfahrt vorbei an fußballfeldgroßen Lagerhallen, meterhohen Kränen und Containern erleben Sie hautnah, wie täglich Millionen Güter aus aller Welt im Hafen ein- und auslaufen.
 

3. Tag, Freitag                  Besichtigung in Oberhausen
Fahrt nach Oberhausen, das städtebaulich interessant ist, weil die Stadt auf dem Reißbrett nach den Bedürfnissen einer Industrieansiedlung entstanden ist. Sie war die Umsetzung einer großen städtebaulichen Vision. Die Entwicklung der Industriestadt und der Strukturwandel am Ende des 20. Jahrhunderts lässt sich heute an der Architektur ablesen. Führung durch die Innenstadt. Rathaus und Bahnhof sind architektonische Beispiele des Backsteinexpressionismus bzw. der Klassischen Moderne. Bei einem Rundgang durch Eisenheim lernen Sie die älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets kennen, die ab Mitte des 19.Jh. errichtet wurde. Besuch des Peter Behrens Lagerhaus, das ehemaliges Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte, das 1925 von Peter Behrens erbaut wurde. Es wird heute museal genutzt und zeigt als Dauerausstellung „Peter Behrens – Kunst und Technik“. Besuch des Gasometers in Oberhausen. (wird im Frühjahr 2021 nach Sanierungsarbeiten wieder eröffnet) Der Gasometer war ein riesiger Scheibengasbehälter und zu seiner Bauzeit der größte Gasbehälter Europas. Er wird heute als Ausstellungshalle genutzt. Überregionale Popularität erzielte er 1999 mit Christos Installation „The Wall“. Mit einem Aufzug kann man die obere Plattform erreichen und hat von hier einen wunderbaren Blick über das Ruhrgebiet. Der Gasometer gehört zur Europäischen Route der Industriekultur.
Alternativen:  Besuch von Schloss Oberhausen, einem klassizistischen Bau, in dem immer wieder interessante Ausstellungen zu sehen sind. 

Spaziergang im Kaisergarten, einer der ältesten Stadtgärten des Ruhrgebiets. Er wurde zwischen 1808 und 1812 im landschaftlichen Stil nach Vorgaben des Düsseldorfer Hofgärtners Maximilian Friedrich Weyhe (1775–1846) angelegt. Eine Brückenskulptur von Tobias Rehberger „Slinky Springs To Fame“ führt über die Emscher.
 

4. Tag, Samstag              Krefeld
Fahrt nach Krefeld. Die glanzvollsten Zeiten Krefelds waren eng mit der Seidenmanufaktur verbunden. Mitte des 18. Jahrhunderts arbeiteten 4.000 Krefelder allein für die Seidenbarone von der Leyen. Kaiser und Könige aus aller Welt orderten edelste Gewebe in Krefeld, und auch der katholische Klerus sorgte für Aufträge. In den 20er Jahren des 20.Jh. wurden viele Bauhäusler nach Krefeld geholt, die in der örtlichen Schule für Textildesign lehrten, die als Architekten arbeiteten oder die Designs für eine der vielen Textilfabriken der Stadt entwarfen. Besichtigung der Fresken, die Georg Muche im Beratungssaal der Verseidag (Vereinigte Seidenwebereien AG) 1948 schuf. Besuch des Mies van der Rohe Business Park. Das Gebäude für Herrenfutterstoffe der ehemaligen Verseidag wurde nach Plänen von Ludwig Mies van der Rohe als dessen einziger Industriebau ab 1931 errichtet. Besichtigung von Haus Esters/Haus Lange. Die beiden Einfamilienhäuser wurden zwischen 1927-1930 für die Familien der beiden Gründungsdirektoren der Vereinigten Seidenwebereien AG erbaut und werden heute museal mit zahlreichen Ausstellungen genutzt. Auch der Garten von Haus Lange wurde nach Plänen von Mies van der Rohe angelegt.
Alternative: Besuch des Kaiser Wilhelm Museums. Der Gründerzeit bau wurde 1897 als Museum für angewandte und bildende Kunst eröffnet. Seit den 50er Jahren liegt der Schwerpunkt des Museums auf moderner und zeitgenössischer Kunst.

5. Tag, Sonntag               Fahrt nach Kalkar und Schloss Moyland
Fahrt an den Niederrhein in die mittelalterliche Stadt Kalkar und zum Schloss Moyland. Kalkar wurde 1230 von den Grafen von Kleve gegründet und erhielt 1242 Stadtrechte. Berühmt ist die Stadt für ihre Kirchen mit wunderschönen Schnitzaltären. Rundgang durch die mittelalterliche Stadt Kalkar. Besuch der Kalkarer Nikolaikirche mit ihrer berühmten Ausstattung von 7 Schnitzaltären. Damit zählt St. Nicolai zu den bedeutendsten Orten spätmittelalterlicher Kunst in Europa. Besuch von Schloss Moyland, einem Wasserschloss, das zu den wichtigsten neugotischen Bauten in Nordrhein-Westfalen zählt. Sein Name leitet sich von dem niederländischen Wort Moiland ab, das „Schönes Land“ bedeutet. Der Park mit seinen Skulpturen um das Schloss wurde zum schönsten Park NRWs und zum zweitschönsten Park Deutschlands gewählt. Das Schloss selbst wird museal genutzt. Hier befindet sich die größte Sammlung an Werken von Joseph Beuys. Beuys gilt heute als einer der wichtigsten Protagonisten der Kunst des 20. Jahrhunderts.

6. Tag, Montag                Rückreise
Abreise aus Duisburg und Rückfahrt in Ihren Heimatort.


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